Homberg im Fokus

Stadt Homberg (Ohm)

FFW Homberg - Fragen und Antworten

Veröffentlicht am 17.02.2021 in Allgemein

Sehr geehrte Herren, Stein, Schmidt und Rieß,

sehr geehrte Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden,

vielen Dank, dass Sie uns die Möglichkeit geben, Ihnen unsere politische Sichtweise zum Thema Feuerwehren der Stadt Homberg, mitzuteilen. Allerdings werden wir nicht, wie von Ihnen mit Schreiben vom 19.01.2021 gewünscht, auf jede einzelne Frage eine Antwort geben und mit „tollen“ Wahlversprechen auf Stimmenfang gehen. Wir haben uns vielmehr für eine klare Positionierung gegenüber den „Feuerwehren der Stadt Homberg“ entschieden, um Ihnen auch ein verlässlicher Partner nach der Kommunalwahl zu sein. Wir hoffen, dass das äußerst informative und konstruktive Gespräch mit Ihnen am 06. Februar im Feuerwehrgerätehaus in Nieder-Ofleiden, bereits einen guten Überblick über unsere Standpunkte geben konnte.

Wir sind uns alle einig darüber, dass die Freiwilligen Feuerwehren einer der wichtigsten Bestandteile der Gefahrenabwehr in den Kommunen sind. Sie gewährleisten neben dem Brandschutz auch allgemeine Aufgaben der Gefahrenabwehr. Darüber hinaus sind die örtlichen Feuerwehrvereine ein wichtiger gesellschaftlicher Rückhalt. Mit dem Ausrichten diverser Festlichkeiten bereichern sie die Attraktivität unserer Dörfer und der Kernstadt und unterstützen die Kommune bei der
Kinder- und Jugendarbeit, wie beispielsweise mit den Erlebnistagen bei der Feuerwehr bereits für Kindergartenkinder oder der Ausbildung in der Jugendfeuerwehr. Unserer Fraktion ist in großem Maße daran gelegen, diese Vielfalt der Freiwilligen Feuerwehren auch weiterhin zu erhalten.

Aus diesem Grunde sehen wir es als dringend geboten an, dass der von Ihnen entwickelte Bedarfs- und Entwicklungsplan, dem die SPD-Fraktion wie bekannt einstimmig zugestimmt hat, auch zur Umsetzung kommt. Wir befürworten und unterstützen die weitere Unabhängigkeit der jeweiligen Ortsteilfeuerwehren, da sie einen wichtigen kulturellen und sozialen Beitrag vor Ort leisten.

Dabei sehen wir, wie von Ihnen bereits im Bedarfs- und Entwicklungsplan angemerkt und auch in unserem Gespräch nochmals erörtert, dass es bei einigen Feuerwehrgerätehäusern bauliche Mängel gibt und ein zeitnaher Handlungsbedarf besteht. Allerdings sehen wir auch, dass die städtischen Finanzen nicht so großzügig gegeben sind, dass es realistisch sei, in jedem Ortsteil neue Gebäude dem aktuellen Stand der Technik sowie geforderten Normen entsprechend, errichten oder umbauen zu können. Hier müssen im Gespräch zwischen Politik und Feuerwehr Lösungen gefunden werden, wie und wo geeignete übergeordnete Gebäudestandorte errichtet werden können, quasi Gebäudestützpunkte mit den entsprechenden Fahrzeugen. Hier sehen wir den Dialog mit allen Entscheidungsträgern als zwingend, für eine erfolgreiche Umsetzung an.

Ebenso werden wir uns dafür einsetzen, dass zukünftig regelmäßige Gespräche in Form eines runden Tisches mit Vertretern der Feuerwehr und den im Stadtparlament vertretenen Fraktionen sowie der Bürgermeisterin stattfinden. Zudem sehen wir es als dringend erforderlich an, dass die Feuerwehr jährlich im Stadtparlament aus der Arbeit der Feuerwehr berichtet. So dass auch hier eine Plattform für die Feuerwehr gegeben ist, ihre Belange in einer öffentlichen Sitzung darzulegen.

Wir sehen als zielführend an, dass die Stadt Homberg und die FFW in der Öffentlichkeitsarbeit enger zusammenarbeiten. Es sollte eine gemeinsame Werbestrategie entwickelt werden.

Um den aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern der Einsatzabteilung bei ihrer körperlichen Fitness Unterstützung zu bieten, könnten folgende Möglichkeiten in Betracht gezogen werden: Kurse und Vorträge zur Gesundheitsvorsorge, die z.B. durch die Krankenkassen oder die Volkshochschule angeboten werden, ermäßigter Beitrag bei ortsansässigen Fitness-Studios, etc.
So könnte das derzeit auf den Eintritt ins Freibad beschränkte Angebot ausgeweitet werden.

Um ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern in der Großgemeinde eine Perspektive zu bieten, wird die SPD-Fraktion anstreben, dass in allen Stadtteilen und der Kernstadt ausreichend Baugrundstücke zur Verfügung stehen und sich weitere Unternehmen mit vielschichtigen Berufsangeboten in unserer Region ansiedeln können.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass dem Stadtbrandinspektor ein angemessener finanzieller Handlungsspielraum eingeräumt wird, entweder durch ein kleines Jahresbudget oder einer entsprechenden Kostenkompetenz.

Wir sind uns einig darüber, welche besondere Stellung die Freiwilligen Feuerwehren in unserer Gesellschaft einnehmen. Auch wissen wir, aus unseren eigenen vielfältigen ehrenamtlichen Vereinstätigkeiten neben der Kommunalpolitik, wie schwer es geworden ist, engagierte und motovierte Mitglieder zu finden, die ihre Freizeit fürs Ehrenamt hergeben.

Uns als SPD ist es besonders wichtig, hierfür wieder mehr Bewusstsein zu schaffen und dem Ehrenamt zu mehr Beachtung und Wertschätzung zu verhelfen. So dass unsere Großgemeinde auch weiterhin lebendig und vielfältig, für alle Altersgruppen lebens- und liebenswert bleibt. Wir sind uns sicher, dass wir mit einer guten und konstruktiven Kommunikation gemeinsam viel bewegen können.

Für die SPD-Fraktion mit freundlichen Grüßen,

Michael Fina                                    Gabriele Schäfer-Langohr

Homberg, den 17.02.2021

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